Kirchberg an der Jagst vom 18. Bis 20.09.2026: Über 200 Weide-Interessierte aus Praxis, Verwaltung, Politik, der Verbändelandschaft und Wissenschaft aus ganz Deutschland kamen drei Tage lang auf Schloss Kirchberg zusammen. Der Kongress war die zentrale Tagung im internationalen UN-Jahr der Weidelandschaften und des Hirtentums in Deutschland, in dem ein Weide-Bündnis aus mehr als 20 Institutionen mehr Aufmerksamkeit auf dieses Thema lenken möchte.
Verschiedene Wissenschaftler*innen unterstrichen die große Bedeutung der naturnahen Beweidung als Multifunktionstool für die Erfüllung zentraler politischer Ziele, z.B. das globale Kunming-Montreal-Biodiversitätsabkommen sowie das Pariser Klima-Abkommen, die EU-Wiederherstellungsverordnung, die europäische Wasserrahmenrichtlinie, die FFH-Richtlinie und Natura 2000 mit den entsprechenden nationalen Instrumenten.
In 16 Foren diskutierten die verschiedenen Akteure interdisziplinär unter anderem über politische Strategien zur Stärkung der Weidetierhaltung, über politische (Förder-)Perspektiven und über umsetzungsförderndes, sektorübergreifendes Verwaltungshandeln. Deutsche Leuchtturmprojekte mit kreativen Lösungsstrategien und der Blick über den eigenen Tellerrand in diverse Nachbarländer ermutigten die Teilnehmenden zum „Out of the box-Denken“.
Dass einer der größten Gelingensfaktoren für naturnahe Weidelandschaften das gute Zusammenspiel der verschiedenen Weide-Akteure ist, zeigten mehrere Beispiele guter Praxis auf den Exkursionen. Hier stellten häufig Landrät*innen, Bürgermeister*innen, Vertreter*innen der Fachbehörden und des Landschaftspflegeverbands die Naturschutzbeweidung gemeinsam mit den Weidetierhaltenden vor.
Mitgenommen haben die meisten Teilnehmenden viele neue Inputs und Impulse, neue Netzwerkkontakte und ganz viel Rückenwind für ihren Arbeitsalltag.

